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Narrenfreiheit für Investoren
Mino65 Geschlecht: männlich
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Beim Ringen um Investoren haben Stadtverwaltung und Kommunalpolitik offenbar gänzlich den Durchblick verloren. Mittlerweile ist man in Schleswig für jede Schnapsidee empfänglich, solange mit dem Arbeitsplatz-Fähnchen kräftig gewedelt wird. Die einzelnen Vorhaben haben kein gemeinsames Konzept, ja häufig arbeiten sie sogar gegeneinander.

Auf der Freiheit entsteht ein neuer Stadtteil mit Wellness-Charakter und in Jagel ein Flughafen, der diesen Stadtteil als Einflugschneise nutzt. Auch wenn Verwaltung und Politik behaupten, sie hätten keinen Einfluss auf die Geschehnisse in Jagel, so ist das Projekt doch maßgeblich von Caroline Schwarz und der CDU-Fraktion unterstützt worden.

Ein weiteres Beispiel ist die Landesgartenschau: Millionen werden in die Königswiesen gesteckt, um Touristen anzulocken und die Königsstraße, die alle Besucher passieren müssen, hat mittlerweile den Charme eines Gewerbegebietes.

Auch die Genemigung von Senioren- und Pflegeheimen im Tiergarten zeugen von Konzeptlosigkeit. Glücklicherweise ist uns ein zweites Heim im Paulihof aufgrund eines vom Feuer verfolgten und vom unternehmerischen Geschick verlassenen Investors erspart geblieben.

Was Schleswig fehlt, ist ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Stadtentwicklung. Dieses müsste alle großen öffentlichen und privaten Projekte, die Verkehrsinfrastruktur und den Erhalt des Stadtbildes umfassen.

[Anmerkung vom Forumleiter: Dieser Beitrag wurde von einem Gast als unzulässig gemeldet mit folgender Begründung: Arbeitsplätze???
Ich kann weder aufgrund der Begründung noch wegen des Inhaltes des Beitrages eine Unzulässigkeit feststellen und werde diesen unverändert lassen.]
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catman4711
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Mmmmh, sobald irgendein Investor damit "droht", in ein Projekt zu investieren, kommt ihm die Stadt weit entgegen.

Schließlich muß diese Stadt nehmen, was sie kriegen kann.

Der Erhalt des Stadtbildes spielt anscheinend gar keine Rolle. Verantwortungsbewußte Politiker, die auch mal ein wenig weiter denken, hätten z.B. das ehem. Hotel Stadt Hamburg unter Denkmalschutz gestellt.

Apropos "vom unternehmerischen Geschick verlassene Investoren" : Paulihof sollte ein Pflegeheim werden, aber irgendwie sind die Arbeiten nicht recht voran gekommen. Dann kam es zur Brandstiftung.

Stadt Hamburg 2003 : Soweit ich mich erinnere, sollte das Hotel einem Pflegeheim weichen. Aber auch dieses Projekt ist nicht voran gekommen. Im Oktober 2003 haben Unbekannte versucht, das Gebäude in Brand zu stecken.

Vielleicht ist das ja auch nur alles ein Zufall Fragezeichen Fragezeichen Fragezeichen
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ruediheike
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Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn ich mir zB. die Königstrasse ansehe und was da zuletzt gebaut wurde(ich meine einen großen Würfel in knallrot und teilweise Wellblech Wänden) dann sträuben sich mir die Nackenhaare. In die LGS wird ja ne menge geld gesteckt und es werden sehr viele Besucher erwartet. Aber was sollen diese Besucher über Schleswig denken wenn sie von Norden her anreisen und über die Flensburger Strasse nach SL. kommen. Die Strasse ist nicht gerade ein Aushängeschild für Schleswig. Ganz im Gegenteil. Sie ist eine einzige Katastrophe. Zumindest zwischen Hühnerhäuserkreuzung und Lollfuß
Mino65 Geschlecht: männlich
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@catman4711

Im ehemaligen Waldhotel an der Stampfmühle hat es nach Übernahme durch den Investor (der gleiche wie am Paulihof) ja auch schon gebrannt.

Aber wie du schon sagst, sicher nur ein Zufall. zwinkern
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ruediheike
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Ja Ja, Zufälle gibt´s! Ist schon seltsam.
catman4711
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@Mino65

Ja, richtig. An dieses Feuerchen hatte ich gar nicht mehr gedacht. Ist auch schon ne Weile her.

Mmmmh, manchmal ist es schon seltsam, was es für Zufälle gibt. zwinkern
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Katerchen217
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lachen sehr fröhlich lachen sehr fröhlich lachen sehr fröhlich lachen

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Admin Geschlecht: männlich
Forumleiter

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Ich vermute eher, da hat jemand die Funktion "Beitrag melden" mit einer Kommentar-Funktion verwechselt.
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Mino65 Geschlecht: männlich
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Übrigens, sehr interessante Homepage, catman4711.

Finde ich sehr gut, dass jemand das Schleswiger Stadtbild im Internet dokumentiert. Besonders die historischen Aufnahmen sind interessant.
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catman4711
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@Mino65

Freut mich, daß Dir meine Seite gefällt. Leider ist das Projekt sehr zeitaufwendig.

Ich finde es schade, daß so viele alte Gebäude einfach abgebrochen werden und aus dem Stadtbild verschwinden.
Schade ist es hauptsächlich um Häuser, die mit der Stadtgeschichte verbunden sind und trotzdem nicht erhalten werden. Siehe aktuell das ehem. hotel Stadt Hamburg. Ist wirklich schade.

Wenn einer der User dieses Forums noch Fotos besitzt aus der Stadt, z.B. dem Bau des Schleicenter oder der Ziegelei Jöns, usw. und Sie mir zur Verfügung stellen würde, wäre ich sehr dankbar...
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JeeDay
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Was Schleswig fehlt, ist ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Stadtentwicklung. Dieses müsste alle großen öffentlichen und privaten Projekte, die Verkehrsinfrastruktur und den Erhalt des Stadtbildes umfassen.

... und bis das endlich fertig ist, sind die nächsten 4000 Einwohner abgewandert. Bald ist hier niemand mehr, der das Rad noch zum Laufen bringt.

Schleswig muss mit Geld vollgepumpt werden bis das Dach aufplatzt, sonst gehen wir hier den Bach runter. Wie es dem Einzelhandel geht, sieht man an den lustig, leeren Schaufenstern im gesamten Innenstadtbereich und an der hohen Fluktuation der Ladenpächter. Selbst Schuhgeschäfte geben auf fröhlich Das gabs ja noch nie hier. Büdelsdorf hat zumindest nicht auf ein Gesamtkonzept gewartet, als die Mobilcom dort mit 1500 Arbeitsplätzen aufkreuzte.

Hier: MFG weg, Mobilcom weg, Zuckerfabrik weg, Kaserne weg = Kaufkraft weg. Nun hat Damp noch die Kliniken übernommen. Reaktion NULL, über Jahre Stillstand von Investitionen, Abwanderung der Bevölkerung von 26.000 auf knapp 21.000, die Jugend flüchtet. Was sollen die auch hier ... ab 18 Uhr ist Schleswig wie ausgestorben. Das die Therme noch in Frage gestellt wird, ist für mich absolut unverständlich. Die Landesgartenschau als Motor für Wirtschaft und Kultur verkaufen zu wollen, ist ein ganz schlechter Witz, wenn man bedenkt, was vorher alles zerstört wurde und wie wenig die LGS tatsächlich bringen wird.

Anstatt die Kasernengebäude alle platt zu machen, wäre es sinnvoll gewesen, dort für Jungunternehmer betreuete Gründungszentren zu eröffnen. Geistiges Kapital sitzt in Flensburg und Kiel an den Unis reichlich rum. Kiel hatten einen der ersten Lehrstühle für E-Commerce aufgebaut, deren ehemaligen Studenten nun Professoren für Ecom an diversen Lehrstühlen in Deutschland und Übersee sind und Schleswig hat es komplett versäumt, die Internetrevolution für sich zu nutzen, obwohl das geistige Kapital in Form von Betriebswirten und Informatikern knapp 50 km weit weg brach rumliegt. Es gab hier einfach keine Firmen, die dieses Kapital an sich gebunden haben. MOBILCOM hingegen schon. Praktikastellen wurden den Studenten schon angeboten, da haben diese gerade mal mit dem Hauptstudium angefangen. Das gleiche hat die fluxx com AG gebracht und diverse andere Firmen, die eng mit dem Lehrstuhl für Ecommerce in Kiel zusammengearbeitet haben, oder vielmehr mit der Organisation Aiesec, deren aktives Mitglied der Professor für Ecommerce ist.

Platz gibt es im Kasernenbereich ebenfalls reichlich, um sich aus dem Projekt zu lösen und ins produzierene Gewerbe zu wechseln. Der Flughafen, sowie die Rohstoffpipeline von und nach DK, Norwegen, Schweden und über Jagel und Hamburg weltweit, wären gegeben. Dienstleistungen im Bereich IT, ecom und diverse andere Märkte können hier ebenfalls wachsen. Google kann sogar in Irland wachsen und Irland ist nicht gerade für geniale Informatiker bekannt. Silicon Valley ist groß geworden, weil dort Innovatoren genug Platz zum Atmen hatten und Investoren Platz zum Investieren fanden. Wenn NUR 2 von 100 Projekten so eingeschlagen wären wie fluxx (Altenholz), dressforless oder amazon, würde sich der Aufwand schon gelohnt haben.

Ein Kasernengebäude hätte ausgereicht, um die erste virtuelle Universität aufzubauen. Utopie ? Wohl kaum ... geschätze 80 % der Recherche fürs Studium ist inzwischen über das Internet möglich. Die Breitbandanbindungen ermöglichen eine 1 zu 1 - Übertragung von Vorlesungen in Bild und Ton, Scripte können als PDF verschickt werden, Prüfungen per Web-PDF oder schriftlich abgenommen werden.

Praktisch jedes Versandgeschäft käme für Schleswig in Frage. Was für Orion und Uhse in Flensburg gilt, wird für Schleswig wohl ebenfalls gelten. Der Hamburger Hafen ist 1,5 Std. LKW-Fahrt entfernt. Skandinavien liegt vor der Haustür und eine Post haben wir auch noch.

Statt dessen buddeln wir die halbe Stadt auf, um ein paar Gartenliebhabern die Sicht auf ein paar Blumen für ein paar Monate zu ermöglichen ... WOW, dass nenne ich mal nachhaltige Investition ... Was machen wir denn, wenn die LGS vorbei ist ? Machen wir dann einen Blumenversand auf, der auch nach der LGS Gelder in die Stadtkasse fliessen lässt ?

Es ist mir echt ein Rätsel, wie es zu der jetzigen Situation überhaupt kommen konnte. Vllt. kann mir das jemand mal vor der nächsten Kommunalwahl genauer erklären. Ich schnall es zumindest nicht.

Gruß
JeeDay
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Red-Joe Geschlecht: männlich
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Anmeldedatum: 27.02.2008
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hALLO JeeDay,

ich kann deinen Unmut verstehen. Ich wohne erst seit 2002 hier in Schleswig und bezeichne mich auch noch als jung ( bin noch keine 30). Du hast recht damit das rsfür Jugendliche und / oder junge Erwachsene zu wenig Angebote gibt. Das Zentrum macht gute Arbeit, das BBZ ebenso aber was ist mit Leuten die sich entsprechend fort- bzw. weiterbilden wollen? Wieso ist es nicht möglich, ich greife mal deinen Vorschlag auf, hier eine Außenstelle einer Uni zu eröffnen oder das eine Fachhochschule hier Ihren Sitz hat. Schleswig hat wie gesagt alle Voraussetzungen. Was ist mit den ganzen Juristen in dieser Stadt? Schließlich sind wie DIE Hochburg im LAnd mit Gerichten. Gibt es Juristen die nicht lebenslang lernen müssen? Ein passendes Institutpasst hierher und muss kommen.
Leider wurde in der Vergangenheit auch sehr viel Porzellan im Umgang mit den Umlandgemeinden zerschlagen. Ich kenne es aus meiner Heimat das sich die Mittelzentren ihre Umlandgemeinden einverleibt haben. Dies geschah aber aus beiderseitigem "Goodwill" weil beide davon profitieren. Die Stadt von der erhöhten Einwohnerzahl und vermehrten Steuergeschenken; die Umlandgemeinden von der Infrastruktur, ÖPNV und vieles mehr. Leider brauch hier jeder Dorfürst seine Daseinsberechtigung und auch unser Bürgermeister ist nicht gerade beim diplomatischen Korps großgeworden. Es würde vieles einfacher machen. Aber die Umlandgemeinden schließen eher einen Ring gegen die Stadt anstatt mit Ihr. Dabei fährt doch jeder hinein zur Arbeit undzum Einkauf. Hier besteht viel Aufklärungsbedarf untereinander.
Wäre es nicht toll wenn unsere Jugend nach dem Abi in der Stadt bleiben könnte und hier an einer Fachhochschule lernen könnte? Husum hat die Windenergie rechtzeitig für sich entdeckt und das passende Programm dazu gemacht. Was Schleswig gemacht hat, das hat JeeDey ja schon erwähnt.
Also bleibt nur der Aufruf an alle Bürger: "Geht bitte wählen und beteiligt Euch an den Diskussionen". Bringt Euch in die Politik ein und setzt Euch für Eure Visionen ein. Wer soll es machen wenn nicht Ihr? Schaut Euch die Kandidaten an - sind Sie nicht vielleicht schon etwas zu lange im Amt und betriebsblind?
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